(Artikel aus Bams Auto-Journal von 1998)
Watt is Dutton? Kalle holt die Kleinen von der Insel
Kalle Gesthüsen aus Kevelaer hat schon mit fast allem gehandelt, was Räder hat: vom Moped bis zum Wohnwagen. Irgendwann wurde ihm klar, daß das Glück und seine Zukunft in der Nische liegen. Immer wieder fuhr er nach England. Zunächst um Oldtimer aufzustöbern, später auf der Suche nach Bausatz-mobilen aller Marken. Und jetzt jagt er Duttons hinterher.

Diese extrem luftigen Roadster gelten in der britischen Aute Szene als „Poor man's Roadster - als offener Arme-Leute-Sportwagen. Das Gewicht von wenig mehr als 500 Kilo garantiert großen Fahrspaß für kleines Geld, denn unter der Kunststoffkarosse sitzt simple Ford-Technik. Ersatzmotoren sind daher schon für 300 Mark zu haben. Gesthüsens Palette beginnt bei 3500 Mark für ein zwar komplettes, aber in jedem Fall überholungsbedürftiges Exemplar. Bei einem Preis von etwa 10000 Mark machen selbst Duttons schon richtig was her: Mit Holzarmaturenbrett, Ledersitzen, breiten Rädern und ordentlicher Lackierung sieht ein Dutton fast schon edel aus. Kalle kennt fast jeden Dutton in Deutschland, die meisten hat er selbst von der Insel geholt. Doch wer glaubt, in England selbst billiger an einen Dutton zu kommen, sei gewarnt. Über 200 mal war Kalle schon drüben, um Duttons zu holen. Die Bilanz: Ohne Pannen kam er nur dreimal zurück.





Mini-Sportler
Stolz sitzt Händler Kalle Gesthüsen im offenen Kastenrohr-rahmen eines Dutton. Im Hintergrund komplett montierte Modelle des englischen Kleinwagens, den ein Ford-Motor antreibt.