Das phänomenale Wachstum der Duttons fand seinen bescheidenen Anfang in einer privaten Garage bei East Worthing, Sussex. Das allererste Auto, das von Tim Dutton gebaut wurde, war ein one-off two-seater Sport-Coupe, das er "Mantis" taufte und eine Mischung des Lotus Eleven und des Sunbeam Alpine war. Das Projekt war Dank Tim zustandegekommen, der oft seine Lehre als Werkzeugmacher schwänzte, um für seinen Vetter dieses Auto zu bauen. Tim ahnte nicht welche weitreichenden Konsequenzen sich aus diesem Projekt ergeben würden.

Jemand, der vor dem Pub seiner Mutter saß und den Mantis verspottete, bat ihn, einen Lotus 7 nachzubauen. Tim stimmte bereitwillig zu, und benötigte für den Bau der Karosserie volle sieben Tage. Als das Auto fertiggestellt war, beschloß Tim, in Zukunft seine eigenen Autos herzustellen und zu verkaufen.

Während der Wintermonate von 1970, verbrachte der optimistische Tim praktisch die ganze seine Zeit in seiner Garage. Das Resultat war der "Dutton P1", ein rorty, two-seater Sport roadster. Das Chassis hatte Tim selbst entworfen und zusammengeschweißt. Die selbstgefertigte Verkleidung bestand aus Aluminium und Fiberglas. Der Dutton P1 war ein spartanisches Fahrzeug, bei dem ein einfaches Softtop vor Regen schützen sollte.

Überzeugt hinsichtlich des Potentials seines neuen Autos, wagte Tim den Kopfsprung und im August 1970 gründete er die Firma "Dutton Cars" in einer 700 m² Werkstatt bei Fontwell, nahe Arundel in Sussex. Der erste durch Dutton Cars verkaufte Bausatz war ein Klon von Tims eigenem gelbem P1, und bestand aus einem Chassis, umgeben von einer Fiberglasverkleidung mit Aluminiumboden plus einem Aluminiumstirnwandblech. Der Kunde mußte dann aus einem Mkl oder ll und einem Sprite alle mechanischen Teile, wie Motor, Getriebe etc., sowie die Technik einbauen.

Nach Ende seines ersten Jahres im Geschäft hatte Tim neun P1 Autos, alle zu den etwas unterschiedlichen Stadien der Fertigstellung verkauft, um den einzelnen Anforderungen seiner Kunden zu entsprechen. Obgleich der P1 konkurrierend gegen den bereits hergestellten aber verhältnismässig teureren Lotos 7 gewesen war, hatte er einen grundlegenden Fehler. Einen Fehler, der Tim schnell dazu veranlasste, sein Konzept zu ändern. Tim wußte, daß er einen erschwinglicheren Träger benötigte, der eine ökonomischer für den P1-Enthusiasten sein würde.

In der Weiterentwicklung entstand der B-Type, der bereits zum großen Teil aus Fordkomponenten zusammengebaut werden konnte, die wesentlich günstiger zu haben waren. Mehr und mehr ersetzten Fordteile vom Cortina und vom Escort die recht teuren vom Sprite oder Midget.

Mit diesem Konzept war der Durchbruch für Tim gelungen. Seine Firma wuchs stetig und brachte es in ihrer Hochzeit auf über 80 Mitarbeiter, die 22 Bausätze pro Woche produzierten. Von 1970-1989 wuchs "Dutton Cars" zu einer der weltweit größten Kitcarhersteller mit 8000 verkauften Bausätzen.